PM: Festo und Hightech-Start-ups gestalten digitale Zukunft

Kooperation mit Accelerator M.Tech gestartet
Der Automatisierungsspezialist Festo baut die Zusammenarbeit mit Start-ups weiter aus.

„Wir müssen die Zukunft im Blick haben und sind deshalb immer auf der Suche nach guten Ideen“, erklärt Dr. Frank Melzer, Vorstand Product and Technology Management bei Festo. „Daher liegt es nahe sich im Umfeld von innovativen Start-ups umzuschauen.“ Partnerschaften und Kooperation sind ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie von Festo. „Deshalb unterstützen und fördern wir Start-ups und begleiten diese auf dem Weg in die industrielle Praxis“, betont Dr. Melzer.

Bereits seit 2014 arbeitet Festo mit mehreren aussichtsreichen Start-ups zusammen, die vom Branchen-Know-how von Festo profitieren. Ein Team, das bei Festo im Bereich Forschung angesiedelt ist, kümmert sich um die Kooperationen. „Zunächst fokussieren wir uns auf Start-ups in unserem Kernmarkt Deutschland. Der internationale Ausbau der Startup-Aktivitäten ist bereits in Planung“, erklärt Alfons Riek, Technology and Innovation Festo Konzern-Holding.

Win-Win-Situation

Dr. Jochen Schließer, Leitung Innovation Networks and Processes bei Festo erklärt: „Damit lassen sich neue Technologien und externes Knowhow identifizieren und für Festo nutzbar machen. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, denn durch die Kooperationen versprechen wir uns, neue Produktinnovationen oder Geschäftsmodelle sehr schnell auf den Markt zu bringen. Auf der anderen Seite bietet Festo den Start-ups neben den Pilotprojekten auch den Zugang zu Kunden. Darüber hinaus besteht immer die Möglichkeit einer Weiterführung der Kooperation auch über das Accelerator-Programm hinaus.“

 

Beteiligung an Accelerator-Programmen: Techfounders und M.Tech

Acceleratoren sind Programme oder Organisationen, die in einem beschränkten und vorab definierten Zeitraum, Start-ups durch Mentoring, Investitionen, physische Ressourcen sowie der Bereitstellung eines Netzwerkes fördern. Festo kooperiert seit 2014 mit dem Frühphasen Start-up Accelerator Techfounders in München.

In 2017 folgte die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags mit dem M.Tech Accelerator – Engineering the Future of Mobility in Stuttgart. Ab 2018 starten hier die ersten Kooperationen. Mit M.Tech erhofft sich Festo, relevante Start-ups für vielversprechende Kooperationen zu finden, mit denen im Bereich Produktions- und Automatisierungstechnik Pilotprojekte zeitnah realisiert werden können.

 

Erste Pilotprojekte im Umfeld von Industrie 4.0 und Digitalisierung erfolgreich umgesetzt

In den vergangenen Jahren hat Festo bereits erfolgreiche Pilotprojekte mit dem Accelerator-Programm von Techfounders realisiert. Dazu zählen:

 

ProGlove entwickelt Wearables für die Industrie – Computertechnologien, die man am Körper trägt. Das 2014 von Ingenieuren und Innovationsberatern in München gegründete Start-up erprobte in einem Pilotprojekt bei Festo den Einsatz eines intelligenten Handschuhs mit integriertem Scanner in der Technologiefabrik in Scharnhausen. Dabei steht die Verbesserung und Vereinfachung der Produktions- und Logistikprozesse an erster Stelle.

 

Einfache Vernetzung verschiedener Schnittstellen, Geräte und Maschinen – dieses Ziel verfolgt das Stuttgarter Start-up aucobo. Das zweiköpfige Gründerteam hat Anfang 2016 mit seiner Arbeit begonnen. Ihre smarten Systeme, zum Beispiel eine Smartwatch, ermöglichen es, Informationen zwischen Mitarbeitern und Maschinen ganz einfach auszutauschen. Abläufe in der Produktion werden so optimal miteinander vernetzt.

In der Technologiefabrik Scharnhausen wird die mobile Maschinenbedienung mit Smartwatches bereits angewendet. Die Lösung erhöht die Maschinenverfügbarkeit und reduziert unnötige Laufwege der Mitarbeiter in der Produktion.

 

Der österreichische Softwareentwickler Holo-Light konzentriert sich auf Industrie 4.0-Lösungen mit Augmented Reality-Geräten wie der Microsoft HoloLens. Der Nutzer solcher Geräte kann seine reale Umgebung mit zusätzlichen Informationen digital ergänzen. Im Festo Werk in Rohrbach wird die Datenbrille HoloLens erstmals in einem Pilotprojekt erprobt. Die Technologie unterstützt bei typischen, sich wiederholenden Prozessen, beispielsweise im Einlernprozess von Mitarbeitern.

 

Mit dem Münchner Start-up Soley, welches auf innovative Smart-Data-Analysen spezialisiert ist, erprobt und nutzt Festo derzeit Lösungen für die Auslaufplanung von Produkten. Bisher mussten Stücklisten für Produkte, die aus dem Programm genommen werden sollen, manuell zusammengeführt, Abhängigkeiten identifiziert und Auswirkungen auf Baugruppen und Einzelteile abgeleitet werden. Nun ist es möglich, diese Arbeitsschritte effizienter zu gestalten.

 

 

Techfounders Accelerator

Techfounders ist ein 20-wöchiges Programm, bei dem Technologie-Start-ups und Partner aus der Industrie zusammengeführt werden mit dem Ziel, erste Anwendungen in Form von Pilotprojekten zu realisieren.

Website: https://www.techfounders.com/

 

M.Tech Accelerator

Das Programm wird von der Landeshauptstadt Stuttgart, der bwcon GmbH, der TTI GmbH, dem wizemann space sowie der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart unterstützt. Nach der Bewerbungsphase werden ganzjährig 25 Start-ups in das Accelerator-Programm aufgenommen und über 12 Monate begleitet.

Website: http://www.mtechaccelerator.com/

 

Weitere Informationen zu den Start-up-Kooperationen bei Festo:

https://www.festo.com/networks

 

Kontakt zum Fachbereich

Interessierte Start-ups können sich bei Festo melden, um im Rahmen einer Kooperation gemeinsam Ideen umzusetzen. Kontakt per E-Mail: start-up@festo.com

 

Offizielle Eröffnung des M.TECH Accelerators

am Dienstag, 06. Februar 2018 von 15:00 – 17:00 Uhr

im wizemann.space (Wizemann Areal, Quellenstraße 7a, 70376 Stuttgart)

 

Über Festo:

Die Festo AG ist gleichzeitig Global Player und unabhängiges Familienunternehmen mit Sitz in Esslingen am Neckar. Das Unternehmen liefert pneumatische und elektrische Automatisierungstechnik für 300.000 Kunden der Fabrik- und Prozessautomatisierung in über 40 Branchen. Produkte und Services sind in 176 Ländern der Erde erhältlich. Weltweit rund 18.800 Mitarbeiter in 61 Ländern mit über 250 Niederlassungen erwirtschafteten 2016 einen Umsatz von rund 2,74 Mrd. €. Davon werden jährlich rund 8 % in Forschung und Entwicklung investiert. Im Lernunternehmen beträgt der Anteil der Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen 1,5 % vom Umsatz. Lernangebote bestehen aber nicht nur für Mitarbeiter: Mit der Festo Didactic SE bringt man Automatisierungstechnik in industriellen Aus- und Weiterbildungsprogrammen auch Kunden, Studierenden und Auszubildenden näher.

Festo Pressebild Augmented RealityFür unterschiedlichste Industrieanwendungen entwickelt Holo-Light intuitiv bedienbare Mixed-Reality Softwareprodukte, wie die Anwendung von Datenbrillen in der Produktion – so auch bei Festo. Bild: Festo