Cool Tool: Medien.net

Wie komme ich in die Presse? Der Journalist Dmitri Steiz ging dieser Frage nach und entwickelte einen Service, der professionelle PR zum bezahlbaren Preis ermöglichen will. Medien.net, so heißt der Dienst, startet in Kürze in Berlin und Brandenburg – ein guter Anlass für mich mit Dmitri ein Interview zu führen.

Dmitri, was genau ist Medien.net? 

Medien.net ist ein digitaler PR-Assistent, der den Kontakt zur Presse einfach macht. Der Nutzer kann online Pressemitteilungen erstellen, optimieren (lassen) und versenden – ohne viel Knowhow, Zeit und Geld zu investieren. Ermöglicht wird dieser Service durch ein smartes Zusammenspiel unserer Online-Plattform mit einer Mediendatenbank, einem Journalisten-Pool und ganz viel Prozess-Automatisierung.

 

An wen richtet sich Medien.net?

Medien.net ist für alle gemacht, die etwas Spannendes machen und möchten, dass die Presse darüber berichtet.  Ich denke in erster Linie an Startups, klein- und mittelständige Unternehmen und lokale Vereine, aber auch kreative und engagierte Einzelpersonen wie Künstler und Sportler.

Wie funktioniert Medien.net?

Der Nutzer meldet sich auf www.medien.net an, trägt seine Mitteilung für die Presse ein, fügt Bilder oder Videos hinzu und teilt einige Infos wie Thema, Ort und Ansprechpartner mit. Anschließend wählt er aus einer Liste mit passenden Medien die gewünschten aus und gibt die Presseinformation in Auftrag. Medien.net erledigt den Rest.

Die Pressemitteilung wird von einem erfahrenen Medien.net-Redakteur geprüft, bei Bedarf optimiert und in professionell gestalteter Form an die passenden Medien versandt. Auf Wunsch kann die Pressemitteilung zudem auf Medien.net veröffentlicht werden; dieser Zusatzservice ist für den User kostenlos.

Welche Features hat Eure Plattform im Gegensatz zu anderen?

Das Besondere an Medien.net ist: Unser Projekt bietet allen Beteiligten einen Mehrwert:

1. Der User kann eigene Nachrichten in relevanten Medien teilen.

2. Die Redaktionen erhalten presserelevanten Content direkt „frei Haus“.

3. Die freien Journalisten, die sich bei uns registrieren und die Qualität sichern, verdienen etwas dazu.

 

Wie lange arbeitest Du schon an Medien.net, welchen Hintergrund bringst Du mit?

An der Idee, Menschen und Medien näher zusammenzubringen, arbeiten wir seit 2015. Die offizielle Gründung unseres Unternehmens erfolgte 2016. Im vergangenen Jahr haben wir die Technologie entwickelt und umgesetzt. Derzeit testen wir ausgiebig unseren Service, um diesen noch in diesem Quartal den Berlinern und Brandenburgern anbieten zu können.

Kurz zu meiner Person: Ich bin 33 Jahre alt, habe an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert, war danach als freier Journalist tätig und bin seit 2013 als Redakteur und stv. Leiter einer Pressestelle tätig.

Unser Startup Medien.net basiert also auf meiner jahrelangen Berufserfahrung in der Welt der Medien.

Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?

Zunächst geht es uns darum, die Maschine zum Laufen zu bringen und auf den Markt zu treten. Wir haben ein kleines, jedoch ambitioniertes Team und wir wollen möglichst vielen Menschen ein zeit- und geldsparendes Tool in die Hand geben, mit dem sie die Presse und Öffentlichkeit erreichen.

Mittel- und langfristig soll Medien.net als ein zuverlässiger Partner mit einem soliden Service bekannt werden. Starke Kooperationen sind ein Schlüssel zum Erfolg. Wir werden durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert. Zudem hat die Technische Hochschule Brandenburg für uns eine Machbarkeitsstudie durchgeführt und unserem Vorhaben „großes Potenzial“ attestiert.

Die Vision von Medien.net ist, den Kontakt zur Presse alltagstauglich zu machen. Wir haben so viele einzigartige Menschen und Stories in der Bevölkerung und ihnen den Weg in die Öffentlichkeit zu ebnen – das ist unsere Mission.

Für jede Stimme und jede Person, die sich an diesem Projekt beteiligt, sind wir sehr dankbar! Bei Interesse gerne eine Mail an info@medien.net.

Monetarisierungspläne?

Für unsere redaktionelle Dienstleistung, Pressemitteilungen zu bearbeiten, erheben wir eine Grundgebühr. Zudem zahlt der Nutzer einen Obolus pro Medienkontakt. Der Rest läuft automatisch ab und kann skaliert werden. Für weitere Optionen und Kooperationen sind wir offen. Was bei uns nicht auf Begeisterung stoßen würde, sind Werbebanner auf unserer Plattform, die von einem Teil der Nutzer als störend empfunden werden. Die Interessen der Nutzer stehen für uns im Mittelpunkt.

Zur Internetseite von Medien.net

https://www.medien.net

Ein kurzes Impressionsvideo zu Medien.net: 

https://www.youtube.com/watch?v=kwDUFj73NOk